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Unsere Schweine aus eigener Zucht und Haltung

Für Tierwohl, Klimaschutz und gesunden Genuss

Seit einigen Jahren nun schon beziehen wir unsere Schweine von der Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unsere Philosophie war und ist schon immer die artgerechte Aufzucht und Haltung unserer Tiere,  schonende Mast mit langsamem Wachstum, Regionalität und kurze Transportwege. Auch die Nutzung und somit Erhaltung von alten Rassen, wie dem Bunten Bentheimer, dem Deutschen Landschwein, dem Schwäbisch-Hällischen Landschwein oder dem Schweizer Edelschwein ist uns ein Anliegen.  

Da die Regionalität durch den überregionalen Bezug nicht machbar war, entstand die Idee Bauern aus der Region zu überzeugen in ein artgerechtes Haltungskonzept sowie eine eher unübliche Rasse zu investieren. Leider liess sich kein Landwirt wirklich darauf ein. Zu groß erschien vielen das Risiko fernab von Masse und Mainstream zu produzieren.

Im letzten Sommer wurde Bernhorst Koch dann doch fündig. In Matthias Minister, Geschäftsführer der „fairfleisch“ Überlingen, fand er einen Gleichgesinnten. Dieser hatte kürzlich mit einem Landwirt einen Versuch gestartet eine neue Schweinelinie zu züchten und aufzuziehen. Das Konzept entsprach in etwa den Vorstellungen von Bernhorst Koch.

Kurzerhand setzten sie sich zusammen und legten den Grundstein für eine eigene Schweinezuchtlinie und ein an unsere Philosophie angepasstes Aufzuchtkonzept. Diese Schweine werden ausschließlich für die Landmetzgerei Bernhorst Koch gezüchtet und aufgezogen.


Was unterscheidet diese Schweine von herkömmlichen Mastschweinen?
 
Wir setzen auf alte Schweinerassen, welche deutlich langsamer wachsen als moderne Hochleistungsschweine, mehr Fett einlagern und ein Garant für festes Fleisch sind. Auch verliert dieses Fleisch durch den geringen Wasseranteil fast kein Volumen beim Braten. Dank selektiver Genetik, artgerechter Aufzucht und Haltung haben diese Schweine eine gute Grundgesundheit, eine bessere Fleisch- und auch Fettqualität. Unsere Schweine brauchen ungefähr doppelt so lange wie herkömmliche Mastschweine um Schlachtreife zu erlangen. In der herkömmlichen Mast durchlaufen die Tiere in 5 Monaten 3-4 Betriebe bis zur Schlachtung. Unsere Tiere kommen vom Züchter zum Aufzüchter und bleiben dort, bis sie in 10 bis 11 Monaten schlachtreif sind. Durch das langsamere Wachstum haben die Muskeln Zeit sich zu entwickeln. Es wird intramuskuläres Fett eingelagert, was das Fleisch fein marmoriert, zart und saftig macht. Das schmeckt man nicht nur, sondern auch die Farbe des Fleisches ist satter und kräftiger.

Generell haben diese Schweine einen insgesamt höheren Fettanteil. Fett ist jedoch nicht gleich Fett. Durch das langsame Wachstum haben diese Schweine hochwertige gesunde Fette, wie die ungesättigten Fettsäuren. Des Weiteren ist Fett ein Geschmacksträger und ein Emulgator bei der Wurstherstellung. Mit der Qualität des Fettes steht und fällt die Qualität der Wurst.


Wie wachsen unsere Schweine auf?

Die Muttersauen unserer Schweine werden freilaufend auf Stroh gehalten. Sie ferkeln in einem großen Freilauf, wo sie auch die ersten Wochen nach der Geburt bis zum Absetzen ihre Ferkel säugen und versorgen. Nach dem Absetzen (ca. 10 Wochen) kommen die Ferkel in Gruppenhaltung in Offenställe.

Unsere Schweine können selbst entscheiden, ob sie lieber drinnen bleiben oder ein Nickerchen in der Sonne machen möchten. Die Stallungen sind großzügig mit Stroh eingestreut.

Während der Aufzucht werden unsere Schweine ausschließlich mit hofeigenem Futter, wie regional erzeugtem Soja oder Donausoja gefüttert. Wir verwenden keine importierten oder genetisch veränderten Futtermittel!


Warum ist unser Konzept gut für‘s Klima?
 
Spätestens seit letztem Jahr weiß Jeder, dass die Entscheidung wo wir einkaufen und was wir essen auch Auswirkungen auf unser Klima hat. Denn wo unsere Lebensmittel herkommen, welche Produktionsstufen sie durchlaufen haben und welche Energie nötig ist um diese zu produzieren, ist entscheidend für den CO2-Faktor eines Produktes. Auch welche Abfallprodukte dabei entstehen und wie diese sinnvoll genutzt werden können spielt eine entscheidende Rolle.

Massentierhaltung ist nicht nur schlecht für das Wohlergehen der Tiere und sondern auch für unser Klima. Endlich ist das auch in der Politik angekommen. Wir von der Landmetzgerei Bernhorst Koch sind uns dieser Problematik schon lange bewusst und beziehen deshalb schon immer unsere Tiere von Kleinbauern aus artgerechter Aufzucht und Haltung – möglichst aus der Region.

In der Massentierhaltung, aber auch schon in modernen kleineren Mastanlagen werden zu viele Tiere auf kleinstem Raum gehalten, meist nur auf Spaltenböden ohne Einstreu. Stroh als Einstreu bindet den Ammoniak aus den Ausscheidungen. Durch die Verrottung auf der Miste wird dieser dann zu Stickstoff umgewandelt. Stickstoff ist ein wertvoller und unverzichtbarer Dünger für den Grünland- und Ackerbau. Im Stroh gebunden und ordnungsgemäß als Festdünger ausgebracht, bleibt der Stickstoff im Boden und hat Zeit von diesem aufgenommen und verwertet zu werden. Flüssige Gülle versickert zu schnell und belastet somit das Grundwasser.

Zudem stimmt meist das Verhältnis von der Anzahl der gehaltenen Tiere zu den nutzbaren Wiesen und Ackerflächen nicht – sprich es wird mehr Gülle produziert, als ausgebracht werden darf und es wird weniger Tierfutter produziert, als benötigt wird.  Das führt einerseits zur Überdüngung der vorhandenen Flächen und einem Entsorgungsproblem der Gülle, sowie einer höheren Nachfrage an Futtermitteln, welche aus dem Ausland importiert werden müssen.  

Dies alles führt zu einer übermässigen CO2-Produktion und einer Belastung der Böden und des Grundwassers mit Stickstoff – vom Leid der Tiere die so leben müssen ganz zu schweigen.


Wer profitiert davon?

Letztendlich profitieren alle von sinnvoller regionaler Lebensmittelproduktion. Unsere regionalen Erzeuger – die Züchter und Landwirte – bekommen von uns faire Festpreise bezahlt. Dadurch können wir uns von den Preisschwankungen am Weltmarkt abkoppeln und unseren Erzeugern ein festes sicheres Einkommen garantieren. Wir, die Metzgerei, können hochwertigste Produkte verwerten, die von gesunden Tieren aus artgerechter Haltung und Aufzucht stammen und eine gleichbleibend hohe Qualität garantieren. Für die Tiere steht das Tierwohl im Vordergrund: nur grundgesunde Tiere werden überhaupt zur Zucht zugelassen. Hochwertige Fütterung, artgerechte Haltung und Aufzucht von der Geburt bis zur Schlachtung, kurze Transportwege und eine möglichst stressreduzierte Schlachtung sollen eine gute Lebensqualität und ein möglichst stressfreies Ableben garantieren.

Sie, der Kunde, bekommen dafür beste, hochwertige und gesunde Produkte aus regionaler nachhaltiger Produktion und können ihr Stück Fleisch mit gutem Gewissen genießen.

Und schließlich profitiert die Umwelt und das Klima, durch CO2-reduzierte Produktion, nachhaltige Landwirtschaft und kurze Transportwege.