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Glückliche Tiere = besseres Fleisch = glückliche Geniesser

Besseres Fleisch ist eine Frage der Genetik & Haltung

Metzgermeister Bernhorst Koch steht für eine eindeutige Vorstellung von Tierwohl und Tierhaltung. Diese spiegelt sich auch bei unseren regionalen Vertragslandwirten wieder. Deswegen setzen wir auf alte Tierrassen, die zwar nicht so schnell wachsen, dafür aber mit ihrem außergewöhnlichen Geschmack und ihrer unvergleichlichen Fleischstruktur überzeugen. Und deswegen werden die Tiere in hiesigen, mittelständischen Schlachthöfen geschlachtet, die mehr Wert auf Qualität als auf Masse legen.

 

Unsere Aufzucht

Die Aufzucht der Tiere ist essenziell für die Qualität des Fleisches. Unsere Schweine werden in sogenannten Offenställen gehalten, die reichlich Bewegungsfreiheit und Komfort bieten. Durch den Verzicht auf künstliche Beleuchtung entwickeln die Tiere zudem ein natürliches Tag- und Nachtgefühl. Auch Grundbedürfnisse wie Wühlen und Suhlen können die Tiere bei dieser Haltungs-form ganz ohne Einschränkungen spielerisch ausleben.

 

Außenklimaställe aus Überzeugung zum Umweltschutz!

Unsere gutmütigen & ausgeglichenen Landschweine  erhalten nur hofeigenes GVO-freies Futter und fühlen sich mit den Außenklimareizen, Strohliegeflächen und dem doppelten Platzangebot im wahrsten Sinne des Wortes sauwohl. Außerdem sind die Schweine nicht dauernden Ammoniak-Dämpfen, wie es im Vollspaltenbodenstall der Fall ist, ausgesetzt. Das Ammoniak wird vom Stroheinstreu gebunden, dieses verrottet auf dem Misthaufen und wandelt sich zu, für die Felddüngung  wichtigen, Stickstoff um, der nach der Ausbringung von den Pflanzen direkt aufgenommen wird! So werden auch gleichzeitig die Grundwasser Ressourcen geschützt! Bei einem Besuch bei unseren Schweinen fällt sofort auf, daß die Kleider anschließend keinen sonst typischen „Stallgeruch“ haben!  

Gemeinsam mit unseren Landwirten produzieren wir hochwertiges Schweinefleisch, das sich auch geschmacklich wohltuend von der billigen Massenware absetzt. Die familiären Strukturen, die Regionalität und die direkte Kommunikation kommen der Idealform einer bäuerlichen Landwirtschaft sehr nahe.

 

Artgerecht auf die Bedürfnisse der Tiere ausgerichtet

Nicht das Tier muss sein  Verhalten  dem  Stall  anpassen,  vielmehr  wird  der  Stall  auf  die  Bedürfnisse  der  Tiere  ausgerichtet.  Es  gilt  also  zu  berücksichtigen,  dass  Schweine  den  Großteil  des  Tages  aktiv  und  dabei  ziemlich  neugierig  sind,  außerdem  sehr  sozial  und  reinlich.  Ihre  feine  Nase  verfügt   über   mehr   Riechzellen   als   die   eines   Hundes.   Mangels   Schweißdrüsen  können  sie  allerdings  nicht  schwitzen,  weshalb  das  für  das  Borstenvieh  so  typische  Suhlen  im  Schlamm  schlicht  der  Abkühlung dient. All dem trägt der Offenstall Rechnung. Es gibt ihn in verschiedenen  Varianten,  denen  aber  allen  bestimmte  Eigenschaften  gemein  sind.  Da  ist  zunächst  –  nomen  est  omen  –  der  ständige  Kontakt zur Außenwelt durch mindestens eine offene Front oder den freien Zugang zu einem Außengehege. So kommt kontinuierlich frische Luft in  den  Stall.  Die  Tiere  erleben  mit  Wärme,  Kälte,  Wind  und  Sonne  verschiedenste   Witterungseinflüsse   und   durch   natürliches   Licht   einen  echten  Tag-  und  Nachtrhythmus.  Dank  dieser  Klimareize  zeigen  sie  sich  nicht  nur  robuster,  sondern  haben  einen  abwechslungsreicheren   Alltag   als   ihre   konventionell   gehaltenen   Artgenossen.  Dazu  steht  ihnen  doppelt  soviel  Platz  zur  Verfügung  und  für  jedes  ihrer  grundlegenden  Bedürfnisse  –  Bewegen,  Liegen,  Fressen,  Koten  –  ein  gesonderter  Bereich.  Sie  können  außerdem  je  nach  Wetterlage  zwischen  einer  warmen  Zone  mit  Stroheinstreu und einer Zone mit kühlem, teils nassem Betonboden wählen. Im  Laufbereich  erfrischt  bei  Bedarf  zusätzlich  das  Nass  aus  einer  Dusche.   Und   zu   guter   Letzt   haben   im   Offenstall   bis   zu   20   Schweine  ihr  jeweils  eigenes  Areal,  was  der  natürlichen  Gruppengröße  der  Tiere  entspricht  und  unnötige  Rangeleien  verhindert.  Untrügliches  Zeichen  für  die  Vorzüge  dieser  Haltungsform:  Die  Schweine  besitzen  noch  ihren  charakteristischen  Ringelschwanz.  Der wird in der konventionellen Mast in der Regel kupiert, um dem gegenseitigen  Schwanzbeißen  vorzubeugen.  Durch  mehr  Bewegungsfreiheit, diverse Umweltreize und die Möglichkeit, im Stroh zu wühlen, verfallen die ausgeglichenen Tiere gar nicht erst darauf.

Natürlich erfordert diese Haltungsform vom Landwirt einen Mehraufwand. Neben mehr Tierwohl bietet der Offenstall aber auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Reihe von Vorteilen. Im Gegensatz  zu  den  konventionellen  Warm-Ställen  fallen  keine  Energiekosten für das Heizen sowie für Zu- und Abluftventilatoren an. Die robusten Tiere zeigen sich unempfindlicher gegenüber Krankheiten. Kontinuierlich an Umweltreize gewöhnt, sind sie beim Ausstallen und dem  Transport  zum  Schlachthof  weniger  gestresst,  was  bekannter-maßen besser für die Qualität des Fleisches ist. Das liegt im Preis am Ende  zwischen  dem,  was  aus  konventioneller  Mast  und  dem,  was  aus biologischer Haltung kommt, wobei die Offenstallhaltung bereits etliche  Vorgaben  der  EU-Bio-Anforderungen  erfüllt,  wie  etwa  das  Verbot, Antibiotika prophylaktisch einzusetzen.

 

Qualität durch Haltung

Die Stärken in der Tierhaltung sind offensichtlich. Eine vernünftige Landwirtschaft, bei der die Tiere draußen sind und das bekommen, was sie schon immer gefressen haben. Bei Bernhorst Koch wird besonders viel Wert auf Qualität gelegt und genau hingeschaut: Wie ist die Haltung der Tiere, wie sind sie aufgewachsen und wie geht es den Tieren?“

 

Besseres Fleisch durch bessere Haltung auch bei unseren Rindern:

Unsere Landwirte verzichten bewusst auf eine schnelle Mast mit energiereichem Futtermais und setzen stattdessen auf genfreies Futter aus hofeigenem Heu, Biertreber sowie Rinder-Schrot. Unter diesen optimalen Bedingungen entsteht Rindfleisch in der gewünschten, besten Qualität.

Bei unseren Rindern handelt es sich um Weiderinder aus dem Linzgau & Hegau. Die Tiere verbringen im natürlichen Herdenverband mindestens zwei Perioden auf sattem Grünland und nur im Bedarfsfall wird zusätzlich natürlich hergestelltes Futter bereitgestellt.

 

Die Zerlegung und Verarbeitung  – Nose to Tail

Nach der Schlachtung werden die Tiere in unserem Stammbetrieb in Bodman fachmännisch zerlegt. Unsere Metzger verarbeiten dank unkonventioneller Schnittführung die Tiere besonders effizient, um das Optimum an Fleisch zu gewinnen. Wir möchten unbedingt vermeiden, Teile der Tiere zu verschwenden.